Rostocker Siege zum Abschluss der Beachhandballtage
Geschrieben von: Olaf Jenjahn   
Montag, den 06. Juli 2009 um 07:10 Uhr
Warnemünde 2009 FinaltagViele ehemalige Rostocker Handballer zog es am Wochenende an den Warnemünder Strand zu den 15. Beachhandballtagen. Es war die Schau der ehemaligen Rostocker Handball-Asse. Selten zu sehen, Vater und Sohn in einer Mannschaft: Maik Handschke, einst Spieler und Trainer beim HC Empor Rostock, und Sohn Felix, der in die Fußstapfen des Vaters tritt, gingen mit dem Team „Roter Oktober“ der HSG Warnemünde auf Torejagd. In der Vorrunde erreichte die Mannschaft mit dem russischen Schriftzug auf der Brust mit einem Sieg und zwei Niederlagen Platz drei. Am Ende gab es einen 24. Platz.     Bilder vom dritten Tag hier
Ein Wiedersehen gab es auch mit André Wilk, Oliver Mayer, Maik Hintze und Stefan Jähnke. Auch sie trugen vor Jahren das Trikot des HCE. Der sympathische André Wilk spielt momentan in Neubrandenburg, Maik Hintze wird künftig für den HSV Insel Usedom zwischen den Pfosten stehen. Stefan Jähnke hat sich aus dem aktiven Sportgeschehen zurückgezogen und wartet nun mit Ehefrau Uta, ebenfalls eine ehemalige Handballerin aus Rostock, auf Kind Nummer zwei. Falk Heinrich, Linkssaußen des DSV, war auch mit an Bord.

„Das Losverfahren hat entschieden, wer spielt. Leider hat es immer die Spieler erwischt, die wir in der jeweiligen Begegnung gerade brauchten“, meinte Oliver Mayer zwischen zwei Spielen des Team „DDD Magic“. Mayer steht mittlerweile beim Zweitligisten HSV Hannover zwischen den Pfosten und hielt mit seinen Mätzchen die gute Laune hoch. Davon ließen sich allerdings „Karl’s Erdbären“ überhaupt nicht und wenn, dann nur ganz wenig beeindrucken. Gerade Oliver Mayer war es, der am Rande des Penaltywerfens für ordentlich Stimmung sorgte. Übermütig schwenkte Mayer eine Werbetafel, auf der zu lesen war: 2kg Karl’s Erdbären 0 Euro“. Ganz so billig waren die Erdbären dann aber doch nicht zu haben.

Auch Stefan Kultermann ließ es sich nicht nehmen, am Sonnabend nach Warnemünde an den Strand zu kommen und schaute sich dort ein wenig um. Schließlich konnte der ehemalige Coach des Doberaner SV seinen Nachfolger Lothar Goldschmidt in Aktion sehen und dies sogar erfolgreich.

Beim Erdbär-Team spielten wieder klangvolle Rostocker Handball-Namen im Sand. Lothar Goldschmidt, Neu-Trainer des Doberaner SV, Benno Voß vom Oldie-Team des SV Warnemünde sowie am Sonntag auch noch Karsten Ganschow, Pendler zwischen den Handballwelten Deutschlands. „Karl’s Erdbären“ brachten das Kunststück fertig und zogen mit der Truppe, „die sich höchstens mal zum Grillen trifft“ in das Spiel um Platz drei ein. Hier behielt das Team gegen DHfK Leipzig mit 2:0 die Oberhand und vollendete ein ganz persönliches „Sommermärchen“.

Zu einer besonderen Begegnung kam es im ersten Spiel der Zwischenrunde. Lothar Goldschmidt traf mit seinen Früchtchen auf den Frankfurter Ebbelwoi Express und musste erneut ins Penaltywerfen. Es entschied ein Wurf der DSV-Coaches, der gern hinter der Torlinie gesehen wurde. Doch der Unparteiische Steffen Wiegratz, ebenfalls ein Doberaner Handballer, entschied gegen das Erdbär-Team und damit auch gegen seinen Coach. „Ob das Auswirkungen auf einen Platz im Team hat, weiß ich noch nicht“, meinte Goldschmidt scherzend, musste sich aber belehren lassen, dass sein Allrounder mit der Entscheidung richtig gelegen hatte.

Die Finalspiele dominierten die Handballteams aus Rostock. Bei den Herren setzte sich das Beachteam Rostock mit zwei klaren Satzsiegen über Torpedo Tannenkrug durch. Bei den Damen waren gleich zwei Rostocker Teams im Finale. Die Ableger des Zweitligisten Rostocker HC machten den Turniersieg unter sich aus. Hier aber ging es denkbar knapp zu. Letztlich gewannen die „Wikinger Models“ (u.a. mit Katrin Horke, Caroline Griese) gegen die „Handgranaten“ (u.a. Evelyn Schulz, Antje Lenz).
 
Quelle: Ostsee Zeitung vom 06.Juli; Olaf Jenjahn