Heiße Füße am Warnemünder Strand | Ergebnisse + Fotos
Geschrieben von: Olaf Jenjahn   
Sonntag, den 04. Juli 2010 um 17:08 Uhr
die Beachhandballtage in Warnemünde waren wieder ein Erfolg!Sengende Hitze gerade am Sonnabend forderte den Aktiven alles ab. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch.
Heiß, heißer, richtig heiß. Den Akteuren der 63 teilnehmenden Mannschaften am Warnemünder Beachhandball-Turnier – ein Team hatte kurzfristig abgesagt und auf den heiß begehrten Startplatz verzichtet – wurde am Sonnabend einiges abverlangt. Die Sonne knallte förmlich vom Himmel, Temperaturen von über 33 Grad Celsius, dazu ein brennend heißer Sand, machten das Handballspielen auf den acht Feldern fast schon unerträglich. Doch Beachhandballer sind anders: Auch wenn die äußeren Umstände nicht optimal waren, feierten sie ihre sportliche Strandparty. Warnemünde ist immer ein Erlebnis.
 
Das Team der Liebenwalder Sandkatzen entlockten Moderator und DJ Torsten Deil den einen oder anderen Party-Hit und tanzten vor dem „offiziellen Turm“ – hier waren Kampfgericht und Turnierleitung beherbergt – frei auf. „Euch würde ich sofort für das nächste Jahr einladen“, schwärmte Deil laut ins Mikrofon. Beachhandball in Warnemünde ist eben nicht nur Sport, sondern auch eine zweitägige Partyveranstaltung.

Leider nahmen einige Teams den sportlichen Wettkampf nicht ernst und traten zu den Spielen am Sonnabend gegen 16 Uhr nicht an. Grund dafür war das Fußball-WM-Spiel zwischen Deutschland und Argentinien. Gleich 19 von 32 Zwischenrundenspielen fielen aus, das gab es noch nie: „Wir hatten so etwas geahnt“, meinte Eckard Pedde von Organisationsteam. Dieser kleine Wermutstropfen sollte der einzige bleiben.

Wie in jedem Jahr gab es viele bekannte Gesichter des Rostocker Handballs zu sehen. Maik Handschke, ehemaliger Spieler und Trainer des HC Empor Rostock und ab der neuen Spielzeit Trainer bei Tusem Essen, „scharte“ wieder eine interessante Truppe um sich. Neben Sohn Felix, der dem Vater nach Essen folgt, war neben zwei Spielern vom Zweitligisten Eisenach auch Mark Dragunski, 117-facher deutscher Nationalspieler dabei. „Mark ist mein bester Freund und macht hier Urlaub. Da war es klar, dass er auch mal vorbeischaut. Beachhandball hat er schon auf der Insel Rügen gespielt“, erzählte Handschke, dessen Kollege Dragunski künftig bei Tusem Essen ist. Für Felix geht es am kommenden Wochenende in den Ruhrpott.

Der Rostocker HC war ebenfalls mit vielen ehemaligen und aktuellen Gesichtern präsent. Saskia Weisheitel, im letzten halben Jahr in der 2.Bundesliga Süd in Allensbach „tätig“, freute sich wieder in Rostock zu sein. „Es ist total schön, wieder hier zu sein. Aufgrund meines Studiums für Messe-, Kongress- und Eventmanagements muss ich weiterhin alle drei Monate in Ravensburg sein. Beim SV Allensbach habe ich viel gelernt und mich weiter entwickelt. Beim RHC werde ich jetzt die erste Halbserie in der Regionalliga bestreiten und dann durch das Zweitspielrecht wieder in Allensbach spielen“, erzählt die 21-Jährige. Nach zwei Jahren auf Platz zwei, sprang in diesem Sommer „nur“ Platz drei für Weisheitels Handgranaten raus. Im Halbfinale war gegen den Rostocker Beach Club Endstation. Der RBC musste sich im Finale den Spitfires aus Magdeburg nach Penaltywerfen beugen. Bei den Männern gewann der SVK Nordhessen mit 2:0-Sätzen gegen die Sandballer, einem Team das mit MV-Handballern wie André Wilk, Falk Heinrich oder Bernd Brümmer bestückt war. In der Gesamtwertung der AOK MV-Beachtour konnten sich die RHC-Handgranaten den Titel sichern, bei den Männern verteidigte der Beach Team Rostock seinen Titel, auch wenn in Warnemünde nur ein elfter Rang erreicht wurde.

Den NDR-Junior-Cup konnten die Mädchen des SV Eintracht Rostock (Jahrgang 1996) für sich entscheiden. bei den Jungen setzte sich das Baltic Beach Team durch.
 
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