Siegerkogge geht nach Bremen
Geschrieben von: Olaf Jenjahn   
Montag, den 16. November 2009 um 08:59 Uhr
Hanseatenpokal 2009 | Franziska Steffen vom KHBAm Ende wurde es ganz knapp. Bei den Mädchen (Jahrgang 94) setzte sich Bremen vor Hamburg und Lübeck durch, bei den ein Jahr älteren Jungen konnte sich Lübeck vor Hamburg und Bremen behaupten. Punktgleich also die Auswahlteams der drei Hansestädte. In der Addition der Tordifferenz hatten die Bremer bei der 27. Auflage des Hanseatenpokalturniers die Nase hauchdünn vorn, gefolgt von Hamburg und Lübeck...... Fotogalerie
 
Dementsprechend groß war der Jubel, als Delegationsleiter Harald Schult den Wanderpokal, die Siegerkogge, am Sonnabend in der Fiete-Reder-Sporthalle in Empfang nahm. „Die Kogge war lange nicht mehr in Bremen. Wir hatten ein wenig gehofft, dass unsere Mädchen vorn landen würden“, meinte der Bremer. Aber auch das Jungenteam bot eine starke Leistung und musste sich den Gegnern aus Lübeck (17:19) und Hamburg (15:16) nur knapp geschlagen geben.
 
Anders sah es bei den Rostocker Mädchen und Jungen aus. Die Mädchen verloren dreimal (Hamburg 11:16, Lübeck 11:14, Bremen 13:18) und gewannen lediglich gegen Wismar (19:5). „Die Ursache für das Abschneiden liegt sicher unter anderem darin, dass sich unsere Stadt in dieser Altersklasse den Luxus von drei Vereinen in der Oberliga gönnt. Eine gemeinsame Mannschaft würde hervorragende Voraussetzungen mitbringen, deutschlandweit mit allen Vereinen mitzuhalten. Dennoch hat sich die Mannschaft achtbar geschlagen“, sagte Mädchen-Trainerin Brigit Polkehn.
Die Jungen blieben in den vier Spielen ohne Sieg (Stralsund 15:20, Hamburg 10:23, Lübeck 15:19, Bremen 14:17). „Die Voraussetzungen für dieses Turnier waren sehr ungünstig. Wir hatten fünf verletzte Spieler und mussten den Kader mit C-Jugendlichen auffüllen. Zu allem Überfluss verletzte sich Christoph Kran im ersten Spiel am Knie“, zählte Jungen-Trainer Siegfried Sanftleben auf. Dennoch bescheinigte er seiner jungen Mannschaft eine Steigerung im Turnierverlauf. „Wichtig war auch, dass die zweite Reihe Einsatzzeit bekam“.
 
„Der Rostocker Handball muss seine Möglichkeiten besser nutzen“, bemerkte Dr. Wolf-Dieter Schmidt, Präsident des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV). Er lobte den KHB Rostock für die Ausrichtung des Turniers als „Training unter Wettkampfbedingungen“. Im kommenden Jahr ist Bremen Ausrichter des Turniers.
 
Quelle: OstseeZeitung, Olaf Jenjahn
 
 
Ergebnisse:
 
weiblich:
Spiel  Mannschaft : Mannschaft Tore : Tore   Pkt : Pkt
1 HB : HL 13 : 8   2 : 0
2 HRO : HWI 19 : 5   2 : 0
3 HH : HB 11 : 15   0 : 2
4 HL : HRO 14 : 11   2 : 0
5 HWI : HH 6 : 12   0 : 2
6 HB : HRO 18 : 13   2 : 0
7 HL : HWI 10 : 7   2 : 0
8 HRO : HH 11 : 16   0 : 2
9 HWI : HB 8 : 20   0 : 2
10 HH : HL 16 : 10   2 : 0
 
männlich:
Spiel  Mannschaft : Mannschaft Tore : Tore   Pkt : Pkt
1 HST : HRO 20 : 15   2 : 0
2 HH : HL 16 : 21   0 : 2
3 HB : HST 20 : 14   2 : 0
4 HRO : HH 10 : 23   0 : 2
5 HL : HB 19 : 17   2 : 0
6 HST : HH 7 : 23   0 : 2
7 HRO : HL 15 : 19   0 : 2
8 HH : HB 16 : 15   2 : 0
9 HL : HST 25 : 14   2 : 0
10 HB : HRO 17 : 14   2 : 0
 
Platzierungen:
Mannschaft Weib Männl Pkt Ges Platz
Hamburg 4 4 8 2
Lübeck 3 5 8 3
Bremen 5 3 8 1
Stralsund/Wism. 1 2 3 5
 Rostock 2 1 3 4