KHB Rostock wird Vierter beim Hanseatenpokalturnier
Geschrieben von: Olaf Jenjahn   
Montag, den 15. November 2010 um 08:55 Uhr

KHB wird Dritter beim HanseatenturnierBeim 28. Hanseatenpokalturnier in Bremen belegten die Mädchen des KHB Rostock den dritten, die Jungen den vierten Platz. In der Gesamtwertung wurde ein vierter Rang erreicht. Die Mädchen siegten gegen Lübeck mit 19:9 und Wismar mit 18:11, kassierten aber Niederlagen gegen Bremen (17:25) und Hamburg (5:14). Weniger erfolgreich waren die Jungen, die lediglich gegen die zweite Bremer Mannschaft mit 18:12 gewannen. Niederlagen gab es gegen Lübeck (10:25), Bremen 1 (11:26) und Hamburg (12:24). In der Addition beider Turniere setzte sich Bremen mit zehn Punkten vor Hamburg (7), Lübeck (6), Rostock (5) und Wismar(1) durch.

Obwohl mit ein wenig Optimismus nach Bremen gereist, wurde der Rostocker Handball auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei den Jungen bestand auf Grund der guten Vorbereitung und der Ergebnisse  in den Heimatvereinen, eine große Erwartungshaltung, die jedoch schon im ersten Spiel zunichte gemacht wurde. Die körperlichen Defizite, verbunden  mit den Schwächen im 1:1  Verhalten im Angriff und Abwehr, zogen sich  durch fast alle Spiele.  Ein weiteres Manko bestand in der  Einsatzbereitschaft, denn der Wille Tempogegenstöße zu laufen und dort hin  zu gehen, wo es bekanntlich weh tut, war nicht immer vorhanden.

Auswahltrainer Siegfried Sanftleben: Ich bin enttäuscht darüber, dass die  Jungs ihr Können nicht abgerufen haben. Auch macht es sich immer wieder  bemerkbar, dass wir mit dem Niveau aus Mecklenburg Vorpommern, in anderen  Bundesländern keine großen Siegchancen haben.

Die Verantwortlichen der Mädchenauswahl setzten sich vor dem Turnier  kleinere Ziele, wollten sie doch besser abschneiden, als im vergangenen  Jahr. Dieses konnten sie erreichen, doch auch hier wurde deutlich, dass  nur drei gemeinsame Trainingseinheiten nicht ausreichten. Um noch  erfolgreicher zu sein, bedarf es einer absolut eingespielten Mannschaft.Große Schwächen traten im Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft und im konditionellen Bereich auf. Weder im 6-0 , noch im 5-1  oder 3-2-1 wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Gegner zu beeindrucken.

Auswahltrainer Torsten Römer: "Wir konnten uns mit deutlichen Siegen über Lübeck und Wismar viel Selbstvertrauen holen, doch das Spiel gegen Bremen  zeigte uns von Beginn an unsere Schwächen auf. Auch Mental sind noch nicht  alle Mädchen bereit, über ihren eigenen Schatten zu springen. Zwei, drei  misslungene Aktionen, einige falsche Schiedsrichterentscheidungen und ein  lautes Heimpublikum, reichten aus, um in ein kurzzeitiges Loch zu fallen. Dieses Spiel hat uns dann soviel Kraft gekostet, das gegen Hamburg absolut nichts mehr ging. Enttäuscht bin ich eigentlich nicht, denn die Mädchen haben wirklich gut gekämpft."

Der 28. Hanseaten Pokal hat es wieder einmal gezeigt, wo es im Rostocker Handball derzeit mangelt. Fehlt es den Jungen an der stärkeren Gegnerschaft, an der sie sich im Ligaalltag messen können, sind es bei den Mädchen weit mehrere Dinge, über die es sich zu reden lohne. Die Hoffnung für das nächste Jahr besteht darin, da die Rostocker Auswahlmannschaften schon in diesem Jahr mit vielen jüngeren Akteuren an den Start gingen, die vielleicht bei entsprechenden Training und bei einer besseren Zusammenarbeit der einzelnen Vereine (Mädchen), ein noch besseres Abschneiden ermöglichen.

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