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Kreishandballbund Rostock
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| Rostock wieder DHB-Stützpunkt weiblich - Ute Lemmel im Gespräch |
| Geschrieben von: Olaf Meyer |
| Mittwoch, den 16. November 2011 um 19:14 Uhr |
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Der DHB hat zum zweiten Mal seit mehreren Jahren Rostock als einzigen Standort in Mecklenburg-Vorpommern für die Saison 2011/2012 zum DHB-Stützpunkt weiblich benannt.
Mit DHB-Trainerin Ute Lemmel als Vorstandschefin und Landestrainer Lothar Goldschmidt, der gleichzeitig für die Dolphins verantwortlicher Trainer ist, wurden gleich zwei Vertreter des Rostocker HC als verantwortliche Stützpunkttrainer berufen. Ein Gespräch mit Ute Lemmel Ute, nach Jahren ist Rostock wieder DHB-Stützpunkt weiblich. Wie bewertest du diese Entscheidung? Ja, es ist ein positives Ergebnis der jahrelangen Jugendarbeit. Wir hatten in den letzten Jahren mit E. Schulz und A. Lenz zwei Juniorinnenweltmeister und auch St. Praetzel gehörte der Jugendnationalmannschaft an, die an der Jugend-WM in der Dominikanischen Republik teilgenommen hat. Wir haben also nach mehreren Meistertiteln in der Jugend immer wieder Kader entwickelt, die jetzt in der 1. Bundesliga spielen. Jetzt kommt in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Generation und auch Kader für den DHB sind dabei, bei denen es sich lohnt noch mehr in die individuelle Ausbildung der Spielerinnen zu investieren. Welche Bedeutung hat die Wahl Rostocks für den Rostocker HC? Welche Aufgaben kommen jetzt auf den RHC zu? Rostock ist das Landesleistungszentrum, gemeinsam mit dem Landestrainer können wir hier optimal die Vorgaben des DHB umsetzen und die Talente fördern. Das heißt für uns beide, einmal wöchentlich mit den Talenten aus Neubrandenburg, Schwerin und Rostock des Jahrgangs 1996 zu arbeiten. Dabei geht es um die Heranführung an das Langhanteltraining, um damit die Athletik aufzustocken, und um die Schulung der handballspezifischen Basics. Mit Nele Reimer (B-Jugend) ist bereits eine RHC-Spielerin Jugendnationalspielerin. Wie siehst du die Talentesituation in Rostock insgesamt im weiblichen Bereich? Es gibt in Rostock eine Vielzahl von Talenten, die aber nicht optimal an eine leistungssportliche Ausbildung herangeführt werden. Viele Talente sind ab der C-Jugend schon satt, da wo der Leistungshandball eigentlich erst losgeht. Positiv ist wieder die Entwicklung bei der Einschulung in die Sportklassen am CJD und an der Heinrich-Schütz-Schule. Hier können die Mädels systematisch an höhere Belastungen herangeführt werden und erhalten eine vielseitige Ausbildung nicht nur im Handball. Aber diese Entwicklung braucht seine Zeit, ein Talent in den Frauenleistungsbereich zu führen dauert ca. 10 Jahre. Wie wird das Stützpunkttraining in Rostock organisiert und welche Spielerinnen haben die Gelegenheit, daran teilzunehmen? Wie gesagt, wir trainieren Dienstag von 18.00 – 20.00 Uhr ca. 45 Minuten Athletik und dann handballspezifische Grundlagen zur Verbesserung der individuellen technisch-taktischen Fähigkeiten. Dabei geht es um die Verbesserung der Passqualität, der Wurfauslage und verschiedener Wurftechniken. Die Mädels sollen hier unterschiedliche Bewegungserfahrungen machen und dies dann im Vereinstraining weiter umsetzen. Zusätzlich wollen wir mit Vergleichswettkämpfen auch die 96er Landesauswahl auf die Vorrunde im Länderpokal vorbereiten. Zurzeit trainieren 12 DHB- und Landeskader aus Neubrandenburg, Schwerin und Rostock im Stützpunkt. Alle haben eine offizielle Einladung über den DHB erhalten – maßgebend für diese Entscheidung waren die Leistungen bei der Sichtung in Kienbaum und bei verschiedenen Turnieren. Welche Chancen siehst du, dass Rostock längerfristig DHB-Stützpunkt bleibt? Welche Voraussetzungen müssen dazu erfüllt werden? Da muss man die gesamte Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern betrachten – wir hoffen in den nächsten Jahren weiter immer wieder den einen oder anderen Kader für den DHB entwickeln zu können, dann haben wir die Chance, längerfristig den Standort zu halten. Wichtig für jedes Talent, welches einmal Leistungshandballerin werden will, ist nicht nur das Vereinstraining sondern die Teilnahme an Sichtungen im Kreis und dann im Land. Erst dadurch bekommt man die Möglichkeit, sich für den DHB und seine Nationalmannschaften anzubieten und erhält die Gelegenheit, an diesen DHB-Stützpunkten zu trainieren. Das Training am Stützpunkt ist dabei nicht abhängig von einer Vereinszugehörigkeit beim RHC. Vielen Dank für das Gespräch Das Gespräch führte Olaf Meyer |